Lehrer fordern ehrliche und konstruktive Kritik.
 

 

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Lehrer verbessern ihr Image

Schulkritik-Portal schafft Möglichkeiten

Es gibt gute und schlechte Lehrer. Doch in der Öffentlichkeit sind vor allem die schlechten präsent und prägen das Berufsbild. Erstaunlich: Die guten Lehrer nehmen es einfach hin, daß die schlechten ihren Ruf noch weiter ruinieren!? Können sie sich nicht durchsetzen? Das Problem läßt sich ganz einfach lösen: Wettbewerb!

Lehrer sind Pädagogen und damit Fachleute auf ihrem Gebiet. Der Inhalt aller Beiträge in der Schulkritik-Website gehört bei ihnen zum Alltagswissen. Die alten Uni-Bücher aus den 68er bis 80er Jahren befinden sich schon lange im Antiquaritat und die neuste Literatur über Erziehung, Bildung, Hirnforschung und Verhalten steht im Bücherschrank, ergänzt durch ständig wechselnde Exemplare aus der Stadtbibliothek. Die Entwicklung im Bildungswesen wird aufmerksam verfolgt und der Besuch von Diskussions-, Fach- und Fortbildungsveranstaltungen ist selbstverständlich. Stellungnahmen überlassen Lehrer nicht nur ihren zahlreichen Interessenverbänden, sondern ergreifen auch selbst die Initiative und melden sich kritisch zu Wort. Eltern sind zufrieden, weil ihre Sorgen und Nöte Gehör finden und Reaktionen hervorrufen. Fehlerhaftes und für die anvertrauten Schüler schädliches Verhalten wird aufmerksam registriert und notfalls mit Zivilcourage gegenüber den Schulbehörden, Schulleitern oder auch Kollegen beanstandet.

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Die öffentliche Meinung scheint dies alles nicht zu honorieren. Über den Fleiß der Lehrer hat sich der Bürger längst ein Urteil gebildet und die berühmte Lehrerschelte im Stile Gerhard Schröders hallt noch immer nach.

Die Verachtung der Lehrer war schließlich das Verhaltensmuster der 68er-Bewegung (deren Vertreter heute in manchen Lehrerverbänden sitzen und ihrer Funktion entsprechend lauthals klagen). Mutter Lotte schreibt ein „Lehrerhasserbuch“ und viele Bürger finden ihre eigenen Erfahrungen über faule, unprofessionelle, hilflos überforderte und total gestreßte Lehrer vollauf bestätigt. Schüler setzen noch eins drauf und wagen es, im Internet ihre Lehrer zu bewerten. – Eine wirklich ungezogene Gesellschaft, der offenbar Respekt und Bildung fehlt! Der Bürger meint so langsam zu begreifen, welche Lehrer-Qualitäten in den letzten vier Jahrzehnten für die Vermittlung von Bildung zuständig waren!

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (Josef Kraus) formulierte im Gastkommentar der „Welt“ vom 1.2.2006 den richtigen Ansatz: „Schule und Lehrerschaft müssen Kritik annehmen können. Aber es muß konstruktive und ehrliche Kritik sein.“ – Eine schöne und richtige Formulierung! Und dann? Heiße Luft und nichts passiert! Es reicht nicht aus, das Richtige zu sagen, man muß es auch tun! Auf die schlauen Worte des Präsidenten hätten unmittelbar Taten folgen müssen, z. B. ein Aufruf an die Lehrerschaft zu einem besseren Kritikverständnis, eine Anleitung für Eltern und Schüler, um die Lehrerschaft mit mehr Kritik zu erfreuen oder Fortbildungsseminare, wie in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft Kritik zu üben und ebenso zu ertragen ist.



Nehmen wir den Präsidenten beim Wort und füllen seine Worthülse am Beispiel der weiterführenden Schulen mit „ehrlicher“ und „konstruktiver“ Kritik – das Konzept von Schulkritik:

Ehrlich ist es zweifellos, die Mißstände an deutschen Schulen den Verantwortlichen und Aufsichtsbehörden zu präsentieren, diesen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben und dann das ganze unter Namensnennung der jeweiligen Schule und ihres offiziellen Repräsentanten (Schulleiters) wie auch der verantwortlichen Politiker und Behördenchefs (nicht jedoch von einzelnen Lehrern, Schülern oder Privatpersonen) zu veröffentlichen. Eine ganz zentrale Rolle spielt hierbei das Internet. Genauso schnell, wie die Zahl der Meldungen zunächst einmal zunimmt, sollte sie dann auch wieder abnehmen. Oder anders: Bis alle Lehrer gemerkt haben, woher der Wind jetzt weht, wird sich ihr Image zunächst noch nicht verbessern. Wenn schon nicht aus Einsicht, so doch aus Streben nach Arbeitsersparnis und vor allem aus Eigeninteresse heraus wird anschließend alles vermieden, was der jeweiligen Schule oder Lehrerschaft negative Schlagzeilen bereiten könnte. Konstruktives Ergebnis: Qualitätsverbesserung!

Der konstruktive Aspekt ergibt sich auch daraus, daß nicht nur negative, sondern auch positive Kritik geübt wird (Vorbildfunktion) und ebenso aus einer durchaus beabsichtigten Funktion der gegenseitigen Lehrer-Erziehung: In Schulen, die künftig über mehr Selbständigkeit verfügen sollen, spielt das Image eine immer größere Rolle. Die regionale Wirtschaft wird sich schon aus eigenem Interesse früher oder später an der Förderung bestimmter Schulen beteiligen, Eltern und Schüler informieren sich immer detaillierter über einzelne Schulen und deren Qualität und können mit den Füßen abstimmen. Schulen und Lehrer werden nicht daran vorbeikommen, sich künftig einer Qualitätskontrolle zu unterziehen und an einem zeitgemäßen Leitbild zu orientieren sowie untereinander in Wettbewerb zu treten, was wiederum zur Qualitätserhöhung beiträgt. Der Lehrer-Einzelkämpfer wird zum Auslaufmodell, Austausch und Zusammenarbeit im Lehrer-Team prägen den Unterricht der Zukunft, wobei sich Qualität und Unfähigkeit einzelner Lehrkräfte sehr schnell offenbaren. Leistungsverweigerer oder Discountpädagogen (mit schlechtem Bachelor-Abschluß) verlieren nach und nach an Boden. Der Lehrerberuf wird auf diese Weise immer interessanter – und zwar für unsere besten (!) Köpfe.

pdf / L103 / 16.10.08


www.schulkritik.de (16.10.08)

Tendenz in Krisenzeiten: Ruf nach der „starken Hand”

Mängel in der schulischen Bildung?

…35,2 % der Schüler stimmten der Meinung zu, „eine starke Hand müßte mal wieder Ordnung in unseren Staat bringen”…stellt sich die Frage, mit welcher Verantwortung nicht zuletzt die Schulen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten an dieses Aufgabenfeld herangegangen waren. Welche Keime wurden in die Schüler hineingetragen, wenn mehr als ein Drittel von ihnen trotz allen geschichtlichen Unterrichts akzeptiert, sich politisch erneut von einer „starken Hand” führen zu lassen. .…weiter


www.schülerkritik.de (16.10.08)

Lehrer und Leistung

Die meisten Schüler sind zu ängstlich. Mehr Mut!

In früheren Zeiten mußte allen „Respektpersonen" kritiklos gehorcht werden. Man erzog die Schüler zu willenlosen Befehlsempfängern und wer nicht spurte, wurde geschlagen. Heute sollen Schüler zu „kritikfähigen Staatsbürgern” erzogen werden. Leider gibt es noch immer Lehrer, die hierzu nicht bereit sind und jenen Methoden nachtrauern, mit denen sie selbst erzogen und ausgebildet wurden.…weiter


www.schulkritik.de (16.10.08)

Sozialverhalten und Aggressivität in räumlicher Enge

Ursachen der Bildungsmisere (Teil 2)

Lernziel staatlicher Schulen: Ergebnisse der Verhaltensforschung, wie sie jeder Biologielehrer kennt und seinen Schülern vermittelt, können nach der Schulzeit getrost vergessen werden! Parteien, Volksvertreter und Verwaltungsbeamte geben das Vorbild und rühmen sich mit Entscheidungen, in denen sie allgemein bekannten Forschungsergebnissen bewußt zuwiderhandeln.…weiter

 

 

 

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