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Machtverlust? Kritikfähigkeit?
Zwang zur Neuorientierung
Wie alle Menschen
wird auch die Berufsgruppe der Lehrer von der Gesellschaft
an bestimmten Prinzipien gemessen und danach charakterisiert.
Dies spiegelt sich stets auch in Verhaltensweisen
wider. Eine zentrale Rolle spielt die Ausübung
von „Macht“ gegenüber Kindern und
Jugendlichen. Doch wenn sich Schüler und Eltern
immer selbstbewußter verhalten, droht Machtverlust
– mit Zwang zur Neuorientierung!
Die
Verhaltensweisen der meisten Menschen orientieren
sich an den (aus der Psychologie bekannten) drei Prinzipien
„Soziale Stellung und Kommunikation”,
„Leistung“ und „Macht“.
Soziale Stellung und
Kommunikation: Die geringe Wertschätzung
der Lehrer ist für deren Selbstbewußtsein
wenig förderlich. Mangelnde Anerkennung in der
Öffentlichkeit wäre mit dickem Fell noch
zu verschmerzen, nicht jedoch Respektverlust bei ihren
Schülern. Keine gleichrangigen Kollegen, sondern
Kinder und Jugendliche sind die wichtigsten Kommunikationspartner
im Berufsleben der Lehrer. Da diese aufgrund von Alter,
Lebenserfahrung und gesetzlichem Status niemals gleichrangig
behandelt werden (können), ist das Machtverhältnis
zugunsten der Lehrer geklärt.
Leistung:
Messung und Beurteilung einer Leistung erfolgt üblicherweise
durch Leistungsempfänger. Auch dies sind bei
der Lehrer-Leistung Kinder und Jugendliche, welche
sich in ihrer Lernphase leicht beeinflussen und sogar
täuschen lassen.
Schüler bekommen Lehrer
zugeteilt und haben diese – ob gut oder schlecht
– zu akzeptieren. Dabei erkennen sie recht schnell,
daß in der heutigen Leistungsgesellschaft ein
schlechter Pädagoge ihre Lebens- und Zukunftschancen
vermindern kann. Sie fühlen sich gegenüber
Mitschülern, die von pädagogisch und fachlich
kompetenteren Lehrern unterrichtet werden, benachteiligt.
Auf Seiten der Lehrer fehlt
es noch immer an einer direkten Leistungsmessung der
Lehrer untereinander wie auch an einer Kultur der
Fehlervermeidung und Einsichtsfähigkeit. Die
Folgen sind ungenaue oder fehlerhafte Selbsteinschätzung,
was wiederum den Bildungserfolg der Schüler gefährdet.
Ein vergleichbares Problem
gab es auch bei den Ärzten. Im Gegensatz zu Lehrern
haben sich diese jedoch der Öffentlichkeit gestellt
und die Website jeder-fehler-zählt.de
ins Leben gerufen. Viele Lehrer sind der Ansicht,
daß eine vergleichbare Aktion der Selbstkritik
auch das Ansehen ihres eigenen Berufsstands verbessern
könnte. Zu diesem Zweck wird die von Lehrern
in Schulkritik unterstützte Website
jeder-fehler-schadet.de
demnächst online gehen. Es bleibt abzuwarten,
ob die Lehrerschaft dem Beispiel der Ärzte folgen
wird und ebenfalls zur Selbstkritik bereit oder hierzu
in der Lage ist.
Macht: In
der Hierarchie des Schulsystems steht der Lehrer auf
der untersten Stufe: Er wirkt als ein Verkäufer,
der die staatlich verordnete Ware (Bildung nach Lehrplan)
an den Schüler (Kunden) zu bringen hat. Hierbei
sind ihm einerseits enge Grenzen gesetzt, andererseits
wird ihm ein sehr großzügig dimensioniertes
Maß an „pädagogischer Freiheit”
zugestanden.
Was den Lehrern von den drei anfangs genannten
Prinzipien für ihr Rollenverhalten verbleibt,
ist somit allein die (durch pädagogische Freiheit
gewährte und in Klassenzimmern hinter verschlossenen
Türen ausgeübte) „Macht” gegenüber
Kindern und Jugendlichen. Verständlich, daß
diese letzte Bastion „mit aller Macht”
verteidigt wird und Lehrer höchst empfindlich
schon auf kleinste Einschränkungen reagieren.
Um Macht entfalten zu können, muß diese
von anderen Personen zumindest akzeptiert werden.
Doch hierzu sind viele Schüler und ihre Eltern
nicht mehr uneingeschränkt bereit – ganz
besonders bei jenen Lehrer-Problemfällen, die
den Heranwachsenden zum Nachteil gereichen. |
Zur
Kritikfähigkeit der Lehrer
Lehrer sind dafür ausgebildet,
Kritik an der Arbeit und Leistung anderer Menschen
professionell auszuüben. Hinzu kommt die ihnen
übertragene Aufgabe, Kritikfähigkeit einschließlich
der Selbstkritik auch ihren Schülern beizubringen.
Wer diese Grundvoraussetzungen für den Lehrerberuf
– kritisch zu urteilen und Kritikfähigkeit
zu lehren – nicht beherrscht, hat im Schuldienst
nichts zu suchen!
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Wer als
Lehrer das Gegenteil behauptet und bemängelt,
er sei nicht dafür ausgebildet, mag vielleicht
recht haben. Doch als Schuldabweisung und Rechtfertigung
taugt gerade dieses Argument am wenigsten: Wer
den Lehrerberuf studiert und sich nicht frühzeitig
aktiv gegen gravierende Ausbildungsmängel
zur Wehr setzt – hierdurch sind „Wille
und Fähigkeit zur Kritik” erkennbar
und nachweisbar – verwirkt aufgrund von
mangelnder Zivilcourage das Recht, sich später
zu beschweren!
Wer sich dagegen der Kritik
nicht öffnet und in einseitigem Kritikverständnis
die arrogante Selbstherrlichheit altpreußischer
Verhaltensweisen bevorzugt, ist eine Zumutung
nicht allein für seine Kollegen und Schüler,
sondern ebenso für die Gemeinschaft. |
Der beratungsresistente „Ich-lasse-mir-da-nicht-reinreden-Lehrertyp”
ist in den heutigen Schulen fehl am Platz und wird
den Aufgaben staatlicher Erziehung nicht gerecht.
Schüler und Eltern, die mit Anliegen oder Beschwerden
an die Aufsichtsbehörden herantreten, lassen
sich künftig nicht mehr abweisen oder gar abstrafen.
Ebenso wird betroffenen Schulen (Schulleitern, Lehrern),
Aufsichtsbehörden und Kultusministerien erstmals
die Gelegenheit gegeben, ihre Entscheidungen und ihr
Verhalten nun auch in der Öffentlichkeit zu vertreten
und zu begründen (erste Beispiele sind die Vorgänge
an hessischen Schulen). |
| „Lehrer
vertragen keine Kritik” behauptet der Volksmund
– ein Vorurteil? In den letzten Jahren wurden
Schüler und Eltern immer selbstbewußter
und wehren sich dagegen, Verirrungen von Politik und
Verwaltung im Bildungs- und Schulbereich noch weiter
hinzunehmen. Auch Lehrer sind oft nicht einverstanden,
sollen die Vorgaben jedoch kritiklos ausführen.
Von Lehrern wird verlangt, nicht nur für eigene,
sondern ebenso für fremde Fehler geradezustehen
und den Zorn von Schülern und Eltern zu ertragen.
Im Schwinden ihrer Macht versuchen
Lehrer, sich neu zu orientieren. Die beste Lösung
wäre, ebenfalls Kritikfähigkeit und Zivilcourage
einzuüben, sich mit den ihnen anvertrauten Schülern
zu solidarisieren und die Überwindung der Bildungsmisere
gemeinsam anzustreben. Die beste Methode
dazu wäre die Einrichtung einer transparenten
Kultur der Rückmeldung (Feedback) über ihre
eigenen Leistungen als unverzichtbare Basis für
jegliche Reform. |
Kritik
im Internet
Die Kritik in Schulen und Medien
über Bildungsmängel nimmt deutlich zu, wobei
dem Internet (Blogs; Bewertungen; Hilfestellungen)
eine immer bedeutendere Rolle zukommt. Auch Schulkritik
versteht sich als ein Baustein dieser Entwicklung,
grenzt sich aber deutlich von den auf Grundlage von
Meinungen oder Umfragen erstellten Lehrer- und Schulbewertungen
ab.
Maßstab von Schulkritik
zur (dimensionslosen) Bewertung von „Schulqualität”
und „Umgang mit Konflikten” ist das reale
Verhalten von Lehrern, Schulleitern und Schulaufsicht,
ermöglicht durch die Förderung von Kritikfähigkeit
und Zivilcourage.
Ziel von Schulkritik
ist die Einrichtung
transparenter
Feedback-Systeme über fachliche
und pädagogische Leistungen
im Rahmen
wirksamen Qualitäts- und Konfliktmanagements,
an denen sich Lehrer wie auch
Schüler und Eltern, Verwaltungen und Politiker
orientieren können. Gesetzgeber und Behörden
sind aus den bekannten Gründen (siehe weitere
Artikel in Schulkritik) nicht in der Lage,
solche Strukturen einzuführen. Schulkritik
wird einen Beitrag dazu leisten, dies nun mit Beteiligung
der Bürger zu erreichen und als ersten Schritt
zur Transparenz die Öffentlichkeit informieren
– mit Hilfe des Internets als zeitgerechtem
Medium. |
Die
derzeitige Entwicklung geht leider in ganz andere
Richtungen. Zeitgemäß ist eine immer stärkere
Betonung populärer Prinzipien wie „Leistung”,
„Standards” und „Bewertung”,
doch gilt dies überwiegend Schülern und
selten den Lehrern.
Als Schutzmantel vor jeglicher
Bewertung von außen dient Lehrern die „pädagogische
Kompetenz”. Diese wird zwar behauptet, läßt
sich jedoch aufgrund von undefinierten Berufs-Standards
und fehlenden Kontroll- und Feedback-Möglichkeiten
nicht belegen – was wiederum Lehrern und ihren
Berufsverbänden den beliebten Hinweis ermöglicht,
Kompetenz in Sachen Schule ausschließlich denjenigen
einzuräumen, die als Pädagogen ausgebildet
wurden und über praktische Erfahrungen verfügen.
Allen anderen ist danach die
Fähigkeit „mitzureden” schlichtweg
abzusprechen, was sich übrigens nicht nur auf
die Eltern der Schüler bezieht: Einerseits schottet
man sich ab und schmort „im eigenen Saft”
(z. B. Stellenbesetzungen für die Schulaufsicht
oder in Kultusministerien mit Lehrern), andererseits
wird selbst den Fachkollegen an den Hochschulen (Pädagogik,
Geisteswissenschaften) nicht getraut, weil diesen
„in ihrem stillen Kämmerlein” die
Praxiserfahrung fehlen soll – was wiederum den
Lehrkräften als willkommene Ausrede dient, Publikationen
dieser „unerfahrenen Theoretiker” zu ignorieren.
Allein mit der Behauptung von
„Nicht-Kompetenz” läßt sich
sämtliche Kritik hinwegfegen – und zwar
nicht nur jene, die den Lehrern schadet, sondern leider
auch die viel bedeutenderen Themen, welche zur Beendigung
der Schulmisere beitragen könnten.
Genauer betrachtet erweist sich
die Betonung der „pädagogischen Leistung”
im strudelnden Wasser nicht als Rettungsring, sondern
als Mühlstein.
Wie erlangten die Lehrer an
weiterführenden Schulen ihre pädagogische
Qualifikation? Von wenigen „Seminarscheinen”
als Pflichtveranstaltung im Studium? Als Referendar,
weitgehend auf sich allein gestellt den Unterricht
bestreitend? Nein! Wer als Lehrer nicht gerade Pädagogik
studiert hat, verfügt in den meisten Fällen
über kaum mehr Kenntnisse auf diesem Fachgebiet
als jene nichtprofessionellen Erzieher, die als „Eltern”
gleichfalls Tag für Tag pädagogisch tätig
sind! |
| Bei den meisten
Lehrern an Gymnasien handelt es sich um pädagogische
Laien, die ihre Fähigkeiten im Laufe eines Berufslebens
über „learnig per doing” ausprobieren
und immer wieder korrigieren müssen. Und die
wenigsten Lehrer verstehen sich als Autodidakt und
verwenden ihre Freizeit zur regelmäßigen
Lektüre der entsprechenden Forschungsergebnisse.
Daß die Fähigkeit
von Lehrern zu angemessenem und geschicktem Verhalten
in Konfliktsituationen nicht viel größer
ist als jene der Eltern, kann somit nicht verwundern.
In den meisten Fällen sind gesunder Menschenverstand,
moralische Grundwerte und etwas Einfühlungsvermögen
ausreichend – und dies genau erklärt auch
den Erfolg jener großen Zahl von Lehrern, deren
vorbildliches Verhalten und erfolgreiche Arbeit die
allgemeinen Vorurteile gegen diesen Berufsstand eben
nicht bestätigen!
Der Nachweis einer praxisrelevanten
Bedeutung der Erziehungswissenschaften läßt
sich daraus nur mit Mühe herleiten. Wo sind die
neuen Ideen, mit denen die schon lange bekannten Probleme
zu lösen wären? 40 Jahre Bildungsmisere
waren auch 40 Jahre Forschung. Wo sind die Ergebnisse?
Was hat diese Forschung real verbessert? Auch hier
besteht der Zwang, sich den veränderten gesellschaftlichen
Verhältnissen zu stellen und Lehrern wie auch
Eltern jene Hilfestellungen zu geben, an denen es
bisher noch mangelt. Schulkritik ist auch das Forum
der Wissenschaften (Infos in www.wirkungsnetz.de)
pdf
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L102 / 16.10.08
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| www.schülerkritik.de
(16.10.08)
Die Schule als Wirtschaftsunternehmen
Schüler
und ihre Macht als Kunden
Schüler sind die „Kunden
der Schule" und Lehrer eine Art „Verkäufer”.
Lehrer haben die „Ware“ Bildung zu vermitten.
Diese muß von ihnen vorbereitet, präsentiert
und in ihrer Funktion gelehrt und erklärt werden.
Verkaufsräume sind die kleine Schule („Tante
Emma-Laden") oder der große Massenbetrieb
(„Super-Store"). Doch im Vergleich zur
freien Wirtschaft bestehen gravierende Unterschiede!
…weiter… |
| www.elternkritik.de
(16.10.08)
Eltern wehren sich gegen die Anwendung
von psychischer Gewalt
Lehreraggressionen
gegen Schüler (Teil 3)
Seit die physische (körperliche)
Gewalt an Schulen verboten ist, scheinen viele Lehrer
unbewußt oder vorsätzlich zur Erziehungsmethode
der psychischen (auf die „Seele” wirkenden)
Gewalt zu wechseln – mit gravierenden Folgen
für betroffene Schüler und Eltern. Beschwerden
sind nahezu sinnlos: die Täter genießen
fast immer den Schutz von Schulbehörden, die
jegliche Beweisführung blockieren.…weiter… |
| www.schulkritik.de
(16.10.08)
Schulmisere: Die Betroffenen
machen Druck!
Harte
Zeiten für unfähige Pädagogen und Bürokraten!
Nach 40 Jahren
Bildungsnotstand und mehrfach mißlungenen Reformversuchen
gibt es jetzt ein neues und wirksames Konzept, das
deutsche Bildungselend zu beenden: Schüler, Eltern
und Lehrer nehmen die Sache selbst in die Hand!
Erste Erfahrungen:
Es funktioniert!..…weiter… |
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